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Treffen vom 11. Januar

Am 11. Januar diskutierten wir an unserem überarbeitetem und fertiggestelltem Thesenpapier Handel internationaler Handel TTIP v4. Wir besprachen die Thesen 12 bis 16.

Dabei kamen wir auf viele interessante Themen zu sprechen, von denen Ihr hier eine Auswahl findet:

  1. Der globale Süden hatte doch vor Jahrhunderten so viele Edelmetalle. Warum entstand der Kapitalismus nicht zuerst dort? Naja, einerseits sind Edelmetalle nur Kapital, wenn sie als Geld anerkannt sind und zum Zweck seiner eigenen Vermehrung eingesetzt werden. Andererseits wurden sie Kapital, aber nicht in Indien oder Mesoamerika, sondern in den kolonialistischen Ländern, die diese Edelmetalle gewaltsam aneigneten.
  2. Wie steht es eigentlich um Fair Trade und soziale Reformen der Marktwirtschaft? Ökonomisch taugen sie nicht viel, aber immerhin ein Bisschen. Und politisch? Schaffen sie nur falsche Ideologien über den Kapitalismus oder kann daran anti-kapitalistisch angeknüpft werden?
  3. Wenn kapitalistische Konkurrenz zumeist bedeutet: Löhne runter! …wird das dann durch die sinkenden Preise ausgeglichen? Oder ist es nicht gerade so, dass sinkende Preise tendentiell nicht ohne sinkende Löhne zu haben sind?
  4. Wie ist es bei den TTIP-Verhandlungen um die Machtfrage zwischen den Staaten bestellt? Worin bestehen die Druckmittel? Verweigerung des Zugangs zum eigenen Markt, ökonomische Kapitalbilanzen des eigenen Standorts, politisches und ökonomisches Angewiesensein auf das Abkommen, …
  5. Wie war das noch gleich mit der Währung? Warum ist jede Frage einer gemeinsamen Währung eine Machtfrage? Und worin besteht eigentlich der Nutzen der Eurozone für Staat und Kapital? Dazu hier zwei Textvorschläge: Was soll die Europäische Union? und Staatsverschuldung und die Krise im Euroraum