Archiv der Kategorie: Schule im Kapitalismus

Treffen vom 23. November

Am 23. November diskutierten wir zwei verschiedene Themenbereiche.

Zuerst debattierten wir zum Thema Staatstheorie. Die Diskussionen drehten sich u.a. um:

  1. Analyse und Kritik des bürgerlichen Schulwesens – Handelt es sich dabei um einen (humanistischen) Bildungsanspruch, der nur konsequenter bzw. besser umgesetzt werden muss? Oder liegt eher ein selektives (Noten!) Ausbildungssystem vor, das zukünftige Arbeiter*innen und untere Kapitalfunktionär*innen für Staat und Standort herrichtet? Es fielen weiterhin Begriffe und Namen wie: Einheitsschule, Aufklärung, Antonio Gramsci und Ökonomisierung der Wissenschaft. Wir überlegen, uns in Zukunft einmal ausführlich mit dem Thema „Schule im Kapitalismus“ auseinanderzusetzen.
  2. Der bürgerliche Staat als Klassenstaat – Inwiefern ist der bürgerliche Staat ein Klassenstaat? Ist er ein „Instrument der Kapitalist*innen“ oder ein Garant der „Freiheit und Gleichheit der Privateigentümer*innen“? In Bezug auf die ökonomischen Ungleichheiten der Mitglieder einer Klassengesellschaft fiel der Satz: Der Staat „erzeugt durch abstrakte Gleichheit konkrete Ungleichheit.“ (Aus: Der bürgerliche Staat – Eine Einführung) Weiterhin diskutierten wir die alte Formel des Staates als „ideellem Gesamtkapitalisten“ (F. Engels) und wie, wann und warum es dazu kommt, dass sich die Interessen von Staat und (Einzel-)Kapital decken.

Danach diskutierten wir die Thesen 5 bis 10 aus dem zweiten Abschnitt unseres Thesenpapiers zu Handel, internationalem und TTIP.

Dabei kam u.a. folgendes zur Sprache:

  1. Die Strukturanpassungsprogramme der 1980er Jahre.
  2. Die Ökonomie des modernen Kredit-Geldes ist ziemlich komplex und verdient eine eigene Sitzung.
  3. Der sogenannte „Brain Drain“: Fachkräftemigration und die Einsparung von Ausbildungskosten durch das Zielland.